Der FanRat Braunschweig e.V.

Es gab in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten mehrere Versuche, einen Dachverband für die Eintracht-Fanszene zu installieren.

Im Jahr 2010 gründete sich der FanRat mit seinem Gremium dem FanParlament und nahm die Arbeit auf. In verschiedenen Arbeitsgruppen wurden weitreichende Erfolge erzielt (dazu gleich mehr). Es wurde schnell deutlich, dass der FanRat in manchen Dingen nur eingeschränkt handeln konnte, da ihm eine rechtlich anerkannte Struktur fehlte. Dies führte dazu, dass sich nach einiger Vorarbeit im Frühjahr 2014 eine Arbeitsgemeinschaft zusammenfand, die die Vorarbeit leistete, den FanRat zukünftig als eingetragenen Verein zu führen.

Nach einem Jahr und zahlreichen Gängen zu Gerichten und dem Notar war es endlich soweit: Das arbeitsintensive Feilen an Satzung und Struktur konnte im Juni 2015 auf der ersten Jahreshauptversammlung des FanRat e.V. zu einem positiven Ende gebracht werden. Die Satzung wurde verabschiedet und der erste Vorstand wurde gewählt.

Chronologie und Erfolge des FanRat e.V.

2010

  • Gründung am 30. November, Etablierung des FanParlaments und Schaffung der Grundstrukturen.
  • Aufbau der Website http://www.fanpresse.de.

2011

  • Gründung der „Initiative Braunschweiger für Stadion-Modernisierung“, es wird ein erfolgreicher Wahlkampf für die Bürgerbefragung geführt, in der dann über 60% für die Stadion-Modernisierung stimmen.
  • Der FanRat erreicht gemeinsam mit der Stadt und dem Ordnungsamt, dass bei der Aufstiegsfeier das Dosenverbot aufgehoben wird und die gesamte Feier weniger restriktiv ausfällt.
  • Der Bau des FanHauses wird durch den FanRat begleitet und unterstützt.
  • Treibende Kraft bei der Diskussion um die Wiedereinführung des runden Wappens. [1] [2]
  • Der FanRat fordert in Gesprächen mit dem Verein den dringend notwendigen zweiten Fanbeauftragten zur Entlastung und um die hohe Fluktuation zu beenden. In der Folge beteiligt sich der FanRat erfolgreich an der Suche nach geeigneten Kandidaten, aus denen schließlich die Wahl auf Erik Lieberknecht fiel.

2012

  • Teilnahme des FanRats am bundesweiten Fankongress in Berlin.
  • Einführung einer Auswärtsdauerkarte durch den BTSV, das Konzept zur Durchführung stammt von einer Arbeitsgemeinschaft des FanRats.
  • Die FanHaus-Unterstützergruppe sammelt über 12.000€ an Spenden.
  • Die bundesweite Initiative „12:12 – Ohne Stimmung keine Stimmung“ wird in Braunschweig durch den FanRat unterstützt.

2013

  • Eigene zusätzliche Auswärtsdauerkarte für die Fanszene durch den FanRat, nachdem die offiziellen Vereins-ADK schnell vergriffen waren.
  • Zusätzliche Kartenkontingente zu sämtlichen Auswärtsspielen.
  • Die Fanszene sieht sich Vorwürfen ausgesetzt, rechte Hooliganstrukturen zu besitzen, die bundesweite Presse berichtet zunächst nur einseitig. Der FanRat initiiert eine Kampagne, in der sich die Mitglieder des FanParlaments klar und öffentlich nachvollziehbar von rechts distanzieren und steht der Presse für eine ausgewogene Berichterstattung zur Verfügung.

2014

  • Beschluss, einen eingetragenen Verein zu gründen. Eine Gründungsgruppe bereitet die Vereinsgründung vor, spricht mit Anwälten, dem Finanzamt und Experten für Vereinsgründungen.
  • Trotz Abstieg weiterhin exklusive Auswärtskartenkontingente für ausgewählte Spiele (St. Pauli, Bayern München und Union Berlin).
  • Am 5. September wird der FanRat e.V. im Vereinsregister des Amtsgerichts Braunschweig eingetragen.
  • Das FanHaus wird vom FanProjekt bezogen, eine AG des FanRats erarbeitet weitere Nutzungsmöglichkeiten.

2015

  • Anfang Januar eine große Infoveranstaltung, auf der Ziele und Anliegen eines zu gründenden FanRat e.V. intensiv diskutiert werden. Die Informationsveranstaltung mündet direkt in die offizielle Gründung des FanRat e.V. Ein kommissarischer Vorstand nimmt die Arbeit auf, um die Vorstandswahlen für den Juni vorzubereiten.
  • Unterstützung der Aktion „Erhalt der Fanszene“.
  • Etablierung des Open FanHaus gemeinsam mit dem FanProjekt. Jeden Mittwoch ab 17h00 ist das FanHaus geöffnet und soll als Kommunikationsbasis zwischen den Fans untereinander, zu uns und auch zum FanProjekt dienen. Für das leibliche Wohl wird gesorgt.
  • Ausarbeitung eines Kooperationsvertrags zur Nutzung des FanHauses für FanRat-Mitglieder.
  • Erste Mitgliederversammlung und Wahl des Vorstandes durch die Mitglieder des FanRat Braunschweig e.V. im Juni 2015.
  • Zu Beginn der Saison 2015/16 wird dem FanRat Braunschweig e.V. das Trikot mit der Nummer 67 für besondere Verdienste um die Fanszene durch den Vorstand von Eintracht Braunschweig verliehen.
  • Teilnahme am 1.Verstetigten Dialog, bei dem Vertreter des FanRat mit Vertretern von Eintracht Braunschweig und dem Fanprojekt konstruktiv die Probleme rund um Eintracht Braunschweig und deren Fans(zene) diskutieren.
  • Auf Initiative des FanRat wird der Zaun am B-Platz auf ein Mindestmaß gekürzt. Die Zuschauer können jetzt wieder besser sehen.
  • Der FanRat initiiert unter seinen Mitgliedern eine Umfrage zum weiteren Bedarf an Nichtraucherblöcken im Stadion. Nach Auswertung der Rückmeldungen besteht kein weiterer Bedarf über die bestehenden Familienblöcke hinaus.
  • Durchführung des Fanfreundschaftsturnier „United we stand“ mit Fans aus Braunschweig und Magdeburg
  • Der FanRat leistet Unterstützung bei der Organisation der Fanclub-Liga

2016

  • Durchführung eines bundesweit einmaligen Spiels einer Fanauswahl gegen die Profis von Eintracht Braunschweig. Der FanRat erhält Spenden in Höhe von insgesamt 6.000,00 Euro, die der Hospizarbeit Braunschweig für schwerkranke Kinder übergeben werden können.
  • Der FanRat hat bei Schoduvel in Braunschweig einen eigenen Wagen, auf dem Mitglieder des FanRat als Alternativprogramm zum Spiel gegen RB Leipzig den Karneval genießen können. Durch einen unnötigen und übertriebenen Polizeieinsatz gegen den Karnevalswagen kommt es zur ersten internationalen Berichterstattung über den FanRat Braunschweig e.V.
  • Teilnahme am nationalen Fankongress in Hannover.
  • Teilnahme / Beratung zum Projekt der Interkulturellen Woche mit dem Staatstheater Braunschweig, bei dem Fans eine Theaterstück aufführen.
  • Der FanRat gründet für seine Mitglieder einen eigenen Fanclub, der offiziell bei Eintracht Braunschweig gemeldet wird.
  • Unterstützung bei der Organisation und Durchführung des “Nations United”-Fußballturniers für Menschen mit und ohne Fluchterfahrung.
  • Organisation und Durchführung eines Spiels einer Fanauswahl gegen die Traditionself von Eintracht Braunschweig im Rahmen des Tags der Eintracht.
  • Organisation eines Blau-gelben Flohmarkts zusammen mit der Eintracht Braunschweig-Stiftung und Eintracht ist Alles e.V. Leider wird der Flohmarkt mangels Interesse nicht durchgeführt.
  • Finanzielle Unterstützung für die Jugendarbeit der „Cattiva Wochen“
  • Zusammen mit Cattiva wurde die Megafon- / Lautsprecheranlage vorfinanziert.
  • Gründungsmitglied der AG Fanreisen zum Zweck von günstigen und gemeinschaftlichen Anreisen bei Auswärtsspielen.

Der derzeitige Vorstand des FanRat e.V.

  • 1. Vorsitzender: Michael Vieth (Heinrichs Orden)
  • stellv. Vorsitzender: Jan Bauer (Cor Leonis), Benjamin Riefenberg (Cattiva Brunsviga)
  • Kassenwart: Thomas „Willi“ Kühnemann (Braunschweig-Family)
  • stellv. Kassenwart: Natasha Schipke (Goslarer Löwen)
  • Schriftführer: Holger Alex (Ballerbus)
  • stellv. Schriftführer: Martin Schipke (FanRat-Fanclub)
Weitere Positionen:
  • Kassenprüfer: Malte Schumacher (Bewegung 18.Mai), Ulrich Meyer-Schlüter (Aantracht miene Leiwe)
  • Frauenbeauftrage: Giovanna Pellino (Heinrichs Orden)
  • Themenbezogene Mitarbeit: Robin Koppelmann
  • Webmaster: Bernhard Grimm

FanRat e.V. (von links): Jan Bauer, Ulrich Meyer-Schlüter, Holger Alex, Thomas „Willi“ Kühnemann, Natsha Schipke, Michael Vieth, Martin Schipke, Benjamin Riefenberg, Malte Schumacher.